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Uber Mich

Meine Geschichte in den Bergen begann in den Dolomiten und in der Adamello-Gruppe. Schon als Kind nahm mich mein Vater mit auf Klettersteige, auf die grossen Dolomitenklassiker – viele davon im Schwierigkeitsgrad V+, und wahrscheinlich anspruchsvoller als so mancher moderne 6b! – und zum Frühlingsskifahren auf dem Pian-di-Neve- und dem Pisgana-Gletscher.

Später führten mich das Ingenieurstudium und meine wissenschaftliche Laufbahn in der Geophysik durch die Alpen und schliesslich in viele Gebirge der Welt. Rückblickend stelle ich fest, dass jeder neue Arbeitsplatz vor allem eines bedeutete: eine weitere Bergregion zu entdecken.

Mit 24 Jahren zog ich für meine Doktorarbeit an der ETH nach Zürich. Neben der Forschung war das die perfekte Gelegenheit, die Schweizer Alpen kennenzulernen, unzählige Pulverschneetage zu geniessen (ja, 2010 gab es noch richtige Winter!) und legendäre Klettergebiete wie die Wendenstöcke zu entdecken.

Ein paar Jahre später ging es für ein Postdoc nach Grenoble. Wenn es einen Ort gibt, der das Herz eines Bergsteigers im Sturm erobern kann, dann ist es wohl dieser. Die Écrins, der Vercors, die Verdon-Schlucht, die Calanques – alles praktisch vor der Haustür. Dazu kamen unvergessliche Kletter- und Skireisen nach Yosemite, Alaska und Joshua Tree. Eigentlich war ich überzeugt, dass ich diesen Ort nie mehr verlassen würde.

Doch dann kam 2015 eine unerwartete Gelegenheit: eine Stelle am Imperial College London.

„Andrea, geh nicht! England hat keine Berge, keinen Schnee und das Essen ist schrecklich!“

Sie hätten sich kaum mehr irren können.

Drei Jahre lang durfte ich eine völlig neue Kletterwelt entdecken. Pembroke wurde zu einem meiner absoluten Lieblingsorte: wilde Steilklippen über dem Atlantik, perfekter Kalkfels, Trad-Klettern vom Feinsten und zum Abschluss Fish & Chips und ein Bier im Pub. Zusammen mit dem Gritstone des Peak District und den Küstenfelsen in Dorset hat diese Zeit meine Sicht aufs Klettern nachhaltig geprägt.

Seit 2018 lebe ich mit meiner Frau und unseren beiden Kindern am Südufer des Zürichsees. Von zu Hause aus blicken wir jeden Tag auf die Berge des Glarnerlands. Teilzeit arbeite ich weiterhin als Professor an der Hochschule. Den Rest meiner Zeit verbringe ich als Bergführer, Skilehrer in Flumserberg – und mit meiner wohl schönsten Aufgabe: Vater zu sein.

Fragt man mich nach meinen schönsten Bergerlebnissen, fallen mir sofort ein paar Dinge ein:

• Trad-Klettern an den Steilklippen von Pembroke – gefolgt von Fish & Chips und einem kühlen Bier.

• Hände, Füsse und Finger in einen perfekten Granitriss zu klemmen.

• Mit den Skiern von einem Gipfel bis hinunter an den Fjord in Nordnorwegen – und danach noch ein paar Dorsche fürs Abendessen zu angeln.

Zum Schluss noch eine kleine Geschichte.

Der Name der Website wirkt auf den ersten Blick ziemlich naheliegend: Andrea Colombi → AC Mountain Guiding.

Ganz so einfach ist es aber nicht. Auch meine beiden Kinder, Anne und Alexander, tragen dieselben Initialen: A.C. Der Name ist deshalb auch eine kleine Hommage an sie. Ihre Neugier, ihre Energie und ihre täglichen kleinen Abenteuer sind meine grösste Inspiration – und mein grösstes Glück.

Wenn Du Lust hast, gemeinsam einen Tag oder gleich mehrere Tage in den Bergen zu verbringen, freue ich mich auf Deine Nachricht. Ich arbeite bewusst mit kleinen Gruppen und bin überzeugt, dass die schönsten Bergerlebnisse diejenigen sind, die auf die Menschen zugeschnitten sind, mit denen man sie teilt.

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